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Kontrast

WildLIVE! Südafrika

… sind inzwischen mehrere kleine Biomonitoring-Projekte in unterschiedlichen Gebieten!

Das Mabula Burrow Projekt

Das Mabula Private Game Reserve, liegt in Gauteng, nur zwei Autostunden von Johannesburg entfernt. Es umfasst mehr als 10.000 Hektar unberührter Wildnis innerhalb des renommierten Rooiberg-Bewaria-Naturschutzgebiets in der südafrikanischen Provinz Limpopo.

Dieses private Gelände, welches mit seiner angebundenen Safari Lodge Touristen anlockt, besteht seit fast 30 Jahren. Im Laufe der Zeit wurden hier Tierarten wieder angesiedelt und gefährdete Arten geschützt. Es besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit Ökologen und Forschungsprojekten wie unserem:

Baue spielen in ariden und semiariden Landschaften eine entscheidende ökologische Rolle, da sie einer Vielzahl von Arten Schutz, Temperaturregulierung und Schutz vor Raubtieren bieten. Zudem schaffen sie Mikrohabitate, die letztlich die Komplexität des Ökosystems erhöhen. Trotz ihrer ökologischen Bedeutung ist die Ökologie von Bauten in Südafrika bislang nur unzureichend erforscht.

Unser Projekt im Mabula Private Game Reserve untersucht Muster der Höhlennutzung mit dem Ziel, zu verstehen, wie Umweltfaktoren wie zum Beispiel Bodentyp, Vegetationseinheit und Ausrichtung der Höhlen die Höhlennutzung durch einzelne Arten, sowie die artspezifische gemeinsame Nutzung von Höhlen beeinflussen.

Daten zur Höhlennutzung der einzelnen Arten werden mithilfe von 20 Kamerafallen erhoben, die über einen Zeitraum von acht Monaten an 40 Höhlenstandorten im Wechsel eingesetzt werden, was insgesamt bereits 2097 Datentage/nächte ergab.

An 100 Bau-Standorten wurden außerdem Umweltvariablen erfasst, darunter Bodentyp (z. B. sandig, lehmig), Vegetationseinheit (klassifiziert nach vorherrschenden Pflanzengemeinschaften) und Bauausrichtung (z. B. nach Norden ausgerichtet, nach Süden ausgerichtet), wobei 40 Baue zusätzlich mit Kamerafallen überwacht wurden, um deren Auswirkungen auf die Nutzung der Baue durch verschiedene Arten zu bewerten.

Für die letzte Studie konnten wir so 59 Arten dokumentieren, von denen acht die Höhlen häufig nutzten. 63 % der überwachten Höhlen wurden aktiv genutzt, vorwiegend von Warzenschweinen (Phacochoerus africanus) (47 %), Erdferkeln (Orycteropus afer) (16 %) und Schakalen (Lupulella mesomelas) (9 %), wobei das Vorkommen überwiegend in den Nachtstunden beobachtet wurde.

Bemerkenswert ist, dass ein Fall der gleichzeitigen interspezifischen gemeinsame Nutzung von Höhlen beobachtet wurde, bei dem eine Braune Hyäne und Stachelschweine gleichzeitig dieselbe Höhle bewohnten. Diese Ergebnisse stützen die Hypothese, dass Umweltmerkmale die Auswahl und Nutzung von Höhlen signifikant beeinflussen, und sie unterstreichen die Bedeutung von Höhlen als gemeinsam genutzte ökologische Ressourcen.

Es zeigt außerdem, wie wichtig es ist, geeignete Boden- und Vegetationstypen zu erhalten, um grabende Arten zu unterstützen. Diese und weitere Studien werden letztlich zu Schutzstrategien beitragen, die höhlenreiche Lebensräume priorisieren und die Artenvielfalt mehrerer Arten fördern.

Welche Tiere können Sie entdecken?        

Auf Ihrer virtuellen Reise durch Südafrika werden Sie neben verschiedenen Antilopenarten, wie zum Beispiel der Elentantilope, die Impala oder dem Klippspringer auch dem Kaffernbüffel oder dem Kap-Bergzebra begegnen. Zudem können Sie den Bärenpavian und die südliche Grünmeerkatze entdecken. Wenn Sie die ersten Bilder selbst ausgewertet haben, werden Sie allerdings schnell feststellen, dass es sich bei der südlichen Grünmeerkatze gar nicht um eine Katze handelt, wie der Name vielleicht vermuten lässt, sondern um eine Affenart. Außerdem werden sie diverse Raubtiere antreffen. Hierzu zählen zum Beispiel der Leopard, der Honigdachs oder auch der Löffelhund. Natürlich werden sie zu den oben genannten Arten noch viele weitere Tiere entdecken können. Zu den knapp 40 wildlebenden Arten werden sie außerdem domestizierte Tiere, also vom Menschen gehaltene und gezüchtete Tiere, entdecken. Hierzu zählen zum Beispiel der Hund oder die Katze, aber auch das Pferd, die Kuh oder der Esel, sowie weitere Tiere, die wir auch von unseren heimischen Bauernhöfen kennen.

Die Lage vor Ort

Da es sich um ein privates Gelände handelt, welches schon länger für Safaris und den Reisetourismus genutzt wird, leben viele verschiedene Tierarten in diesem Gebiet. Das Mabula Private Game Reserve ist außerdem bemüht, die Lebensräume zu schützen und die Artzusammensetzung möglichst divers zu halten.

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